Das Horoskop ist das wichtigste Hilfsmittel der Astrologie.

Es stellt Planetenpositionen der größten und bekanntesten Himmelskörper (Sonne, Erdmond, Planeten) unseres Sonnensystems zu einem bestimmten Zeitpunkt dar. Die Horoskopzeichnung gibt die Sicht in das Sonnensystem aus geozentrischer Sicht (Erd-Sicht) wieder, wobei der Ort, für den das Horoskop erstellt wird nach geogr. Länge und Breite berücksichtigt wird. Grundlagen sind astronomische Berechnungsmethoden der Himmelsmechanik. Früher wurden zur Berechnung die Ephemeriden genutzt, heute wird meistens eine Astrologiesoftware verwendet.


Wichtige Faktoren im Horoskop sind die Sternzeichen, die Häuser, die Stellungen der einzelnen Planeten, sowie die so genannten Aspekte. Das sind bestimmte Winkel in denen die Planete zueinander stehen. Hinzu kommt eine horizontale Achse, die Horizontlinie, sowie eine vertikale Linie, die Himmelsmittellinie genannt wird. Von besonderer Bedeutung ist der Aszendent, sein Gegenpart ist der Deszendent.

Anhand all dieser Faktoren und ihrer Konstellationen untereinander ergeben sich die verschiedenen Bedeutungen. Für die exakte Bestimmung werden der Geburtsort, der Geburtstag sowie Geburtsmonat und -jahr und die genaue Geburtsuhrzeit benötigt.

  

Methoden

 

„Das Horoskop ist die astronomische Skizze der Himmelssituation im Augenblick der Geburt eines Menschen vom Geburtsort aus gesehen. Dieses Geburtsbild zeigt die Stellung der Gestirne in ihrem Lauf durch den Tierkreis sowie ihre Positionen in den Kraftfeldern/Sektoren/Zonen, auch Häuser genannt. Das Horoskop, auf einen Menschen bezogen, ist ein Deutungsmittel zur Erfassung der Persönlichkeit: in der psychologischen Praxis ein Persönlichkeitstest.“ 

 

Sofern überhaupt überprüfbare Vorhersagen gemacht werden, haben sie in der Mehrzahl der Studien laut Astrologiekritiker keine über Zufallstreffer hinausgehende Wahrscheinlichkeit. Es bestehe kein physikalisch plausibler Wirkmechanismus. Die dem Horoskop ursprünglich zugrundeliegende Vorstellung vom Aufbau des Universums sei seit vielen Jahrhunderten überholt. Verschiedene Astrologen können die gleiche Konstellation oft unterschiedlich deuten. 

 

Geburtshoroskop

 

Der „Klassiker“ unter den Horoskopen: Unter der genauen Angabe von Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort wird die Radix (lat. „Wurzel“, Horoskop) berechnet. Laut Astrologen könne man im Geburtshoroskop die Eigenschaften, Charakter, Probleme… „herauslesen“. Kritiker bezeichnen solche Charakterisierungen als unwissenschaftlich und wissenschaftlich nicht begründbar. Die Beobachtung der Zusammenhänge zwischen den Planeten am Himmel und Charaktereigenschaften ist uralt und wurde bereits im alten Babylonien praktiziert. So wurde zum Geburtszeitpunkt eines Herrschers der Planetenstand festgehalten und es wurde versucht, daraus die Charaktereigenschaften des Neugeborenen abzulesen. Besondere Planetenstellungen galten z. B. als Zeichen einer großen Macht des neuen Herrschers.

 

Stundenastrologisches Fragehoroskop

 

Die Stundenastrologie ist ein sehr altes Teilgebiet der Astrologie, bei dem es darum geht, eine konkrete Frage aus einem Horoskop zu beantworten. Dieses wird für den Frage-Augenblick und (meist) auf den Ort des Astrologen erstellt. Meist beziehen sich die Fragen auf eine Entscheidung oder auf ein Ereignis, über das Unsicherheit herrscht, zum Beispiel im Bereich Gesundheit, Beruf, Partnerschaft oder Reise. Die Deutung erfolgt nach den Regeln der klassischen Astrologie. So wird beispielsweise nur mit den alten Herrschern der Tierkreiszeichen gearbeitet - wenngleich die modernen Planeten Uranus, Neptun und Pluto in der Deutung durchaus eine Rolle spielen können - und die Aspekte werden in „gute“ und „schlechte“ eingeteilt.

 

Bei der Deutung berücksichtigt der Astrologe i. d. R. nicht das Horoskop in seiner Gesamtheit, sondern in erster Linie spezielle Signifikatoren, die mit der Frage zusammenhängen. Das können nur wenige Planeten, Zeichen oder Häuser sein.

 

Zeitungs- bzw. Presse-Horoskope

 

Zeitungshoroskope werten ausschließlich das Tierkreiszeichen aus, in dem die Sonne bei der Geburt steht. Der Astrologe und Psychoanalytiker Fritz Riemann kritisiert dies als Banalisierung der Astrologie, die mit Horoskopie nichts zu tun habe. Laut Riemann sprechen die Aussagen der Zeitungshoroskope Wünsche und Erwartungen der Leser an oder geben verwaschene Warnungen.

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